Der Erfolg ließ auch nicht lange auf sich warten. Wurde im ersten Spieljahr die Meisterschaft knapp verfehlt, so konnte die SG Brohltal in der Saison 1974/75 den Staffelsieg erringen. Die Mannschaft mit ihrem Trainer August Thür gewann zusätzlich die Kreismeisterschaft und stieg in die erste Kreisklasse auf.
Von diesem Zusammenschluss der drei Vereine profitierten natürlich auch die Jugendmannschaften. Jährlich konnte man mit vier bis fünf Teams am Spielbetrieb teilnehmen und so manchen Meistertitel erringen. Dafür ist an erster Stelle dem langjährigen Jugendleiter Josef Rick zu danken, der sehr viel Zeit und Engagement für diese Arbeit aufbrachte und der es immer wieder verstand, Trainer und Betreuer für die einzelnen Jugendmannschaften zu gewinnen.
Im Oktober 1974 erhielt der Sportplatz in Burgbrohl eine Flutlichtanlage. Unvergessen bleibt das Einweihungsspiel gegen die erste Mannschaft der Sportvereinigung Andernach, konnte man doch den Rheinlandligisten mit 5:0 besiegen.
Im Jahre 1978 schloss sich auch die Fußballabteilung des Sportvereins FC Niederlützingen der SG Brohltal an. Durch diesen Beitritt konnte die Spielgemeinschaft für die Saison 1978/79 drei Seniorenmannschaften melden. Leider war das Mitwirken der Niederlützinger Fußballer nur von kurzer Dauer, denn schon nach zwei Jahren trennte man sich wieder.
Im Rahmen des 75-jährigen Bestehens der SpVgg Burgbrohl wurde am 23. Juni 1979 das Sporthaus eingeweiht. Der Alten Herren Abteilung gilt an dieser Stelle ein besonderer Dank, denn ohne deren Eigenleistungen und Geldspenden wäre dieser Bau nicht verwirklicht worden. Im gleichen Jahr war die SG Brohltal auch Ausrichter des alljährlich stattfindenden Brohltalsportfestes der Verbandsgemeinde Brohltal.
Werner Gail wurde im Jahre 1979 zum Vorsitzenden der Fußballabteilung SG Brohltal gewählt, in ein Amt, für das er jährlich bis zum heutigen Tag bestätigt wurde.
Nachdem die erste Mannschaft vier Jahre gegen den Abstieg kämpfte, erreichte sie in der Saison 1984/85 nur noch 14 Punkte und musste in die C-Klasse absteigen.
Mit dem SC Wassenach bildete man 1985 eine Jugendspielgemeinschaft. Dadurch konnten erstmals sechs Jugendmannschaften zum Spiel betrieb gemeldet werden. In den folgenden Jahren gab es in den jeweiligen Altersgruppen Jugendspielgemeinschaften mit den Sportvereinen aus Brohl, Niederlützingen und Oberzissen. Diese Fusionen waren meist nur von kurzer Dauer. Die Zusammenarbeit im Jugendbereich mit dem SC Wassenach klappt bis zum heutigen Tag recht hervorragend und so mancher Staffelsieg konnte errungen werden. Höhepunkt der Anfang Juli 1985 stattfindenden Sportwoche war das erste Straßenturnier in Burgbrohl, an dem acht Mannschaften teilnahmen. Auch der Jahresausflug nach Reit im Winkel war ein toller Erfolg und wird allen Teilnehmern in guter Erinnerung bleiben.
Im Jahre 1988 fand der Kreistag der Fußballvereine in der Kaiserhalle statt. Erstmals war es der Abteilung gelungen eine solche Veranstaltung in Burgbrohl durchzuführen. Die SG Brohltal war in diesem Jahr auch Ausrichter des Verbandsgemeindeturniers.
Ein sportlicher Aufstieg ist ab der Saison 1993/94 zu verzeichnen. Mit Harro Hardt konnte ein Trainer mit viel Erfahrung aus höheren Klassen verpflichtet werden. Dazu kamen noch drei neue Spieler, Jacki Müller und Ewald Knechtges, die beide viele Jahre in der Oberligamannschaft des TuS Mayen spielten, sowie Horst Felber vom Landesligisten FC Metternich. Die gute Trainingsarbeit machte sich schon nach wenigen Monaten bemerkbar, und da man allen Gegnern, besonders spielerisch, überlegen war konnte am Ende der Saison die Meisterschaft gefeiert werden. Motiviert durch die sportlichen Leistungen der ersten Mannschaft schaffte auch die zweite erstmals in der Vereinsgeschichte den Aufstieg in die C-Klasse. Der sportliche Erfolg setzte sich auch in der Saison 1994/95 fort. Mit Rainer Künicke und Helmut Bläser waren zu Saisonbeginn zwei neue Spieler mit Oberligaerfahrung gekommen, die natürlich eine enorme Verstärkung bedeuteten. Ein bemerkenswertes Spiel ging am 20. Oktober 1994 über die Bühne. Vor sage und schreibe 400 Zuschauern trafen in der Spitzen-begegnung der Kreisliga B die SG Brohltal und der SV Oberzissen aufeinander. Nach dem 3:0 Erfolg über den Mitkonkurrenten war ein wichtiger Schritt zu erneuten Meisterschaft getan.
Am 8. Januar 1995 wurde die erste Mannschaft in der Weiberner Sporthalle zum ersten Mal Hallenmeister der Verbandsgemeinde Brohltal. Krönender Abschluss der Hallensaison war das Erringen der Hallenkreismeisterschaft in Adenau, wo so spielstarke Mannschaften wie TuS Mayen und TuS Oberwinter besiegt werden konnten. Weniger gut lief es 1995 bei der zweiten Mannschaft. Nach einem verlorenen Entscheidungsspiel gegen den SC Sinzig II war der Abstieg in die D-Klasse besiegelt.
Weiter auf Erfolgskurs blieb jedoch die erste Mannschaft. Mit Michael Pollig, Holger Rüber und Dirk Wingender konnte man sich nochmals verstärken und blieb 22 Monate ohne Niederlage in einem Meisterschaftsspiel. Vorzeitig durfte der Titelgewinn im Kreisliga-Oberhaus gefeiert werden. Fünf neue Spieler komplettierten die Mannschaft in der Saison 1996/97. Zum zweiten Mal gewann man das Verbandsgemeindeturnien Die Meisterschaft in der Bezirksliga, und der damit verbundene Aufstieg in die Landesliga war der absolute Höhepunkt in der Vereinsgeschichte der SG Brohltal. Das Brohltalturnier konnte zum dritten Mal in Folge gewonnen werden, und im erstmals ausgetragenen Rhodius-Cup musste man sich erst im Endspiel dem Verbandsligisten TuS Oberwinter geschlagen geben. Die zweite Mannschaft startete, nachdem auch sie sich personell verstärkte, sehr erfolgreich in die Saison 1996/97. War die Elf zum Jahreswechsel noch Tabellenführer, so musste sie am Ende der Spielrunde mit einem vierten Platz vorlieb nehmen. Der nicht erreichte Aufstieg veranlaßte einige Spieler den Verein zu wechseln. Trotz großer Personalnot wurde für die laufende Saison eine zweite Mannschaft gemeldet und diese erreichte, verstärkt durch Spieler aus den AH Mannschaften der SpVgg Burgbrohl und des TuS Niederoberweiler einen fast sensationellen Platz an der Tabellenspitze.
Dieser sportliche Erfolg der SG Brohltal ruht sicherlich auf mehreren Säulen. Neben der Mannschaft, dem Vorstand, den Betreuern und Helfern sind dies auch die Zuschauer, die ihre Elf nicht nur bei Heimspielen lautstark unterstützen. Vor allem ist hier der 1993 gegründete Sport-Förderkreis mit Klaus Rick an der Spitze zu nennen, ohne dessen Unterstützung dieser Aufschwung nicht möglich gewesen wäre. In der laufenden Saison spielt die erste Mannschaft in der Landesliga Nord. Leider verließen einige gute Spieler den Verein, und so hat es die neu formierte Mannschaft schwer sich in der leistungsstarken Spielklasse zu behaupten. Da mit Trainer und Spielmacher Rainer Künicke ein Leistungsträger ausfiel, wird es schwer werden, den Abstieg aus der Landesliga zu vermeiden.Neben dem rein sportlichen Geschehen legt die SG Brohltal auch großen Wert auf das Gesellige. Die jährlich stattfindende Weihnachtsfeier ist immer gut besucht, und auch die Jahresausflüge bleiben allen Teilnehmen in bester Erinnerung. Diese Kameradschaft und die gute Zusammenarbeit zwischen der SG Brohltal, den beiden Sportvereinen aus Burgbrohl und Weiler, sowie dem Sport-Förderkreis sind sicherlich der Garant dafür, daß die Fußballspielgemeinschaft SG Brohltal auf ein 25-jähriges Wirken (einmalig im Fußballkreis RheinlAhr) zurückblicken darf.
Möge dieses gemeinsame Wirken noch lange so erfolgreich bleiben, so daß es in den nächsten Jahren auch weiterhin attraktiven Fußball in Burgbrohl zu sehen gibt.
Am 1.5. Februar 1973 wurde die SG Brohltal nach langwierigen Verhandlungen mit den Vereinen SpVgg Burgbrohl, TuS Niederoberweiler und SV Glees als Fußballspielgemeinschaft gegründet, deren Vorsitz Carl-Josef Weiler übernahm. Ziel dieses Zusammenschlusses war es, im unteren Brohltal eine spielstarke Mannschaft zu bilden.